Hurra! Nie wieder Rasieren, Epilieren oder Waxen
Artikel | Verschiedenes
Geschrieben von: Constantin Herrmann am Donnerstag, den 17. September 2009 um 01:00 Uhr   

 

Die Firma „Remington“ kennen wir sonst ja für solide Glätteisen, Haarföhns und ein riesen Sortiment an Epiliergeräten und Rasierern für Frauen und Männern. Jetzt ist der US-Firma aber ein ganz großer Wurf gelungen, mit dem das 21. Jahrhundert Einzug in unsere Badezimmer hält: „I-Ligh“, ein IPL-Lichtgerät zur langanhaltenden und schonenden Haarentfernung - für zuhause!

Ich habe heute ein neues Wort gelernt: „Stör-Härchen“. Gemeint ist jede Körperbehaarung, die man am Liebsten für immer loswerden würde: an den Beinen, im Intim-Bereich, in den Achseln, oder bei Männern auch an der Schulter und auf der Brust.  Das Schönheitsideal tendiert nun mal immer stärker zu sexy, glatter Haut.

Und dafür nehmen wir ja alle einiges auf uns...

Ob elektronische Depilierer (Autsch!) oder traditionelles Halawa - selbe Theorie, aber statt Technik ein altägyptisches Rezept für einen Klumpen aus Zucker, Zitronensäure, Wasser und Öl, der die Haare ausreißt, wenn man die Mixtur zu einer Kugel knetet und über die Haut rollt. Beides eher etwas für Hartgesottene. Die Alternative: Regelmäßig zum Waxing (teuer und schmerzhaft, zumindest die ersten Male) oder alle paar Tage rasieren, rasieren, rasieren (wahnsinnig lästig). Nur wer es sich leisten kann, entgeht all diesen Zeit- und Schmerz-intensiven Behandlungen, indem er einen Dermatologen aufsucht und sich mittels Laser oder IPL-Technologie die Haare entfernen lässt. Das ist zwar teuer, aber dafür eine meist endgültige, praktische Lösung. Wie gesagt: Wer es sich leisten kann.  Warum wir das alles tun? Schuld sind wieder mal die USA, denn dort galt schon in den letzten Jahrzehnten längst, dass Körperhärchen nicht nur unattraktiv sondern auch unhygienisch sind. Gepaart mit den Einflüssen des Körperkults aus Lateinamerika entstand in unser aller Köpfen so langsam ein Schönheitsideal, fast ganz ohne kleine dunkle Körperborsten. Einer Gongos-Studie zufolge fühlen sich mittlerweile 69 % der westlichen Menschheit schlichtweg selbstbewusster, wenn sie ihre Körperhaare entfernt haben. Und jede zweite deutsche Frau rasiert sich sogar mittlerweile den Intim-Bereich.

Die meisten von uns haben sich bisher wohl für die finanziell überschaubare und am wenigsten schmerzhafte Lösung mit dem Rasierer entschieden, so lästig der ständige Kampf mit Fünffach-Klinge und Co. gegen nachwachsende Härchen auch ist.  Aber damit ist jetzt Schluß! Ab heute wird unser aller Leben ein wenig leichter und angenehmer. Denn „i-light“ von Remington ist die nächste Generation des Enthaarens.
Sexy 2.0 sozusagen.

Das Dampfbügeleisen-große Gerät mit dem Apple-ähnlichen Namen sieht nicht nur schick aus, sondern kann richtig was: Für knapp 300 Euro (umgerechnet in Nachfüll-Rasierklingen hat man das in zwei Jahren also wieder „drin“), bekommt man ein tolles Stück High-Tech, bestehend aus Basisstation und Handstück. Zuerst rasiert man die zu behandelnde Region, dann setzt man das Handstück an und „drückt ab“. Ein Lichtblitz zuckt kurz über die Haut, fertig. Das ist „IPL“, dieselbe Technik, die Dermatologen und Kliniken auch anwenden, um Haaren den Gar aus zu machen.

Remington - IliteWas ist IPL?

„IPL“ steht für Intense Pulsed Light, also eine Lichtimpuls-Technologie. Das bedeutet, über ein kleines Fenster im „i-light“-Handstück wird Lichtenergie abgegeben, die durch Melanin absorbiert wird. Oder verständlicher gesagt: Die Energie erhitzt den Haarfarbstoff Melanin (nicht aber das Gewebe!) und betäubt so die Haarwurzel. Deswegen muss man vor dem Gebrauch auch rasieren, denn sonst würden längere Härchen ja komplett erhitzt und könnten sich auf die Haut, nunja, sagen wir „einbrennen“. Nach der ersten Anwendung fallen dann ein bis zwei Wochen später die so behandelten Haare aus.  Da von IPL nur die Härchen betroffen werden, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden, sollte die Therapie in den ersten sechs Wochen alle 14 Tage wiederholt werden, dann reicht in Zukunft eine Behandlung alle drei Monate. Die nachwachsenden Härchen werden auf jeden Fall wesentlich feiner und heller nachwachsen, es kann aber auch sein, dass sie bei regelmäßiger und längerer Anwendung schließlich nie wieder nachwachsen.

Funktioniert i-light bei jedem Menschen?

Leider nicht ganz. I-Light ist zwar für fast alle Hauttypen, Männer wie Frauen, geeignet, da aber wie gesagt der Farbstoff Melanin die Energie des Lichtimpulses aufnimmt, funktioniert die Behandlung vor allem bei dunklen Härchen und heller Haut. Sehr dunkle und schwarze Haut sollte ganz auf „i-light“ verzichten, da hier fast die gesamte Energie von der Haut selbst absorbiert wird, und diese gereizt reagieren könnte.

Nun aber die wichtigste Frage: Tut die Behandlung weh? Nein! Es kommt zwar darauf an, wie empfindlich man ist, aber eigentlich spürt man bei jedem Lichtimpuls nur ein Erwärmen der Haut, das nicht unangenehm ist, wie ich aus eigener Erfahrung im Selbstversuch bestätigen kann. Ich kann nur sagen, ich bin begeistert von der Idee, zuhause im eigenen Badezimmer dieselbe effektive Enthaarung zu schaffen wie beim Hautarzt oder in technisch aufgerüsteten Beauty-Salons. Und ich werde I-Light testen, damit ich in ein paar Monaten berichten kann, wie es klappt. Aber ich bin jetzt schon überzeugt, dieses Gerät ist eine echte, kleine Beauty-Revolution!

 

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