Montale – Intense Cafe

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Coffee anyone?

Heute bin ich leidenschaftliche Teetrinkerin. Am liebsten Grünen Tee und zum Wachmachen Matcha Tee, doch das war nicht immer so. Früher, bis vor 3 Jahren, habe ich literweise Kaffee konsumiert. Davon ist nicht mehr viel übrig, außer die Lust manchmal an Kaffeepulver oder frisch gebrühtem Espresso zu riechen. Denn, den Duft von Kaffee finde ich immer noch unwiderstehlich gut, nur der Geschmack und ich, wir mussten uns leider trennen. 

Mit diesem Hintergrund ist es also kein Wunder, dass ich mich voller Neugierde auf „Intense Cafe“ stürze. Dazu kommt noch – ich mag die Montale-Düfte gerne. Nicht alle, natürlich nicht, zähle jedoch ziemlich viele davon  mein Eigen und außerdem war das Montalsche Oud, gleichzeitig mein erstes Oud, welches ich jemals im Leben gerochen hatte. Auch wenn ich inzwischen unzählige andere Oud-Düfte kennenlernen durfte, so zählen meine Montales noch immer zu den häufig und gerne getragenen Düften. 

Oud? Warum sprechen wir über Oud? Laut Duftnoten ist kein Oud vorhanden, sondern lediglich Florale Noten, Kaffee, Vanille, Moschus und Ambra. Dem ist aber nicht so, hier ist definitiv Oud drin, da bin ich sicher. Da ist genauso Oud drin, wie in „Dark Purple„, auch wenn es nicht aufgeführt ist. Kaffe und Oud sollte man also mögen, um mit diesem neuen Montale warm zu werden!

Doch selbst für Kaffeeliebhaber könnte diese Note nicht ganz unproblematisch sein. Denn „Intense Cafe“ ist – ein wenig seltsam. Irgendwie zumindest. Oder besser noch: Auf dem Papier und in den ersten 2-3 Minuten. 

Aber dann – dann wird diese Kaffee-Oud-Melange ein Traum! Auf dem Teststreifen herrscht eine fast schon unangenehme und herbe Säure vor, die zwar eindeutig nach Kaffee riecht, jedoch eher in Richtung der ungerösteten grünen Kaffeebohnen geht und einen extrem hohen Säuregehalt aufweist. Ganz anders auf der Haut! Hier ist die Kaffeenote ganz weich, warm und sanft würzig, mild und sehr ausgewogen. Deutlich wahrnehmbar auf jeden Fall, wie gesagt, das muss man mögen. 

Irgendwo zwischen den noch warmen Kaffeebohnen lassen sich zauberhafte, cremige Blüten erkennen, beispielsweise eine dunkle Rose, die dunkel-fruchtig duftet und den Kaffee adelt. Mehr und mehr übernehmen die kostbaren Blüten das Kommando, werden in Sahnecreme getunkt und zum Kaffee gereicht. Mit von der Partie ist auch eine Vanille vom allerfeinsten, ein wenig süß, doch nicht zuckrig oder girlesk, nein, sehr erwachsen und edel wirkt diese Vanille. 


Dann passiert eine ganzzzzzzz lange, lange und noch längere Zeit nichts! Die Herznote hält phänomenal lange, da braucht nicht nachgesprüht werden, damit übersteht man locker einen Arbeitstag! Ein wenig blitzen irgendwann Moschus und Ambra durch, zwei die sich verstehen und mit denen man nicht viel falsch machen kann. Das Ganze mit ein wenig Oud veredelt, davon profitiert vor allem auch die Haltbarkeit und die Tiefe von „Intense Cafe„.

Gourmandig, dabei doch erwachsen und nicht zu foody. Feminin, jedoch nicht vordergründig und demonstrativ. Unbedingt auf der Haut testen, alles andere taugt hier nicht, wie ja so oft. Möglicherweise funktioniert diese sinnlich-weiche Kaffee-Romanze auch auf Männerhaut, das muss noch getestet werden. Einfach ausprobieren, denn wie immer gilt auch hier: Erlaubt ist was gefällt! 🙂

Ergo: Mir gefällt das sehr! Beim ersten Lesen hatte ich mir die Frage gestellt, ob ich wirklich nach Kaffee duften möchte und kann nun klar sagen: Ja, ich will! 🙂 Wer „So New York“ von Bond No.9 liebt, kommt um einen Test nicht drumrum. Dieser ist im direkten Vergleich fruchtiger, fast schon „schnapsiger“ und auch etwas süßer. Montales Kaffee-Impression wirkt edler, eleganter und schöner ausbalanciert.

Ob Kaffee oder Tee,
lasst es Euch gut gehen, 🙂

Eure Evelyn

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Wenn Passion, Leidenschaft und Berufung zusammenfinden und ineinander fließen, dann kann das nur einen einzigen Grund haben: Aus Liebe zum Duft! :-)

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