SOS für Parfum

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Transparenz statt Verbot

Möchte man all die teils leidenschaftlichen, teils wissenschaftlichen Meinungen und Wünsche der vielen VerbraucherInnen zu diesem Thema zusammenfassen, dann kristallisiert sich vor allem der Wunsch nach Transparenz statt Verbot heraus.

Die EU Kommission plant in Kürze eine Neuregelung und ein Verbot über eventuell allergieauslösende Stoffe in Parfums. Die Regulierung trägt den Namen “EC No 1223/2009″ und beinhaltet neben einigen begrüßenswerten Verbesserungen des Tierschutzes, eben auch das abstruse Verbot von bestimmten Duftstoffen. Bei wenigen Menschen können diese Stoffe möglicherweise (bei entsprechender Dosierung, die wesentlich höher liegen muss, als ein durchschnittlicher Sprühstoß freisetzt) Allergien auslösen, bzw. begünstigen. Das ist natürlich tragisch und nicht schön – aber nur für den Einzelnen, der davon eventuell und unter bestimmten Umständen betroffen ist. Nicht wenige Menschen leiden an einer Nussallergie oder an anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten – werden deswegen gleich Nüsse verboten, ganze Nahrungsmittel abgeschafft? Nein. Natürlich nicht. Es obliegt der Aufgabe und Verantwortung des Einzelnen, zu bestimmen, was er isst, in welchen Mengen er davon isst oder mit welchen Stoffen er sich umgeben möchte. Der Hinweis „Kann Allergien auslösen“ dient heutzutage oft als Warnung und damit ist es für Betroffene ein Leichtes selbstbestimmt zu handeln und zu entscheiden.

Selbst führende Dermatologen und Fachverbände kritisieren die geplante Vorgehensweise, fordern stattdessen Transparenz und die lückenlose Offenlegung der Inhaltsstoffe. Verbraucherschutz ist wichtig und richtig, hierbei sollte jedoch der mündige Verbraucher ein Wörtchen mitzureden haben.

Die geplante Gesetzesänderung würde schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Parfum als Kunst- und Kulturgut würde in der EU verschwinden und jede Menge Parfums würden einer (extrem teuren und kaum machbaren!) Reformulierung zum Opfer fallen. So das denn überhaupt möglich ist. Viele kleine Dufthäuser, Parfumeure, die noch alles selbst herstellen, ihre Düfte in Kleinstmengen produzieren und vertreiben, bringt dieser Schritt an den Rand ihrer Existenz. Auf gut deutsch: Das würde ganz bestimmt nicht wenigen von ihnen das Genick brechen!

Und nicht zuletzt: Es geht um Eure Lieblingsdüfte!

Duftliebhaber auf der ganzen Welt sind entsetzt vom drohenden Verlust einer Kunstform, die mehr und mehr in der Öffentlichkeit als solche Beachtung findet und weltweit geschätzt wird. Reformulierungen bedeuten den sicheren Tod für Eure Lieblingsdüfte, denn danach werden sie nie mehr das sein, was sie vorher waren.

Deshalb: Der Schutz der Gesundheit ist zweifelsohne richtig, doch sollte hierbei der Verbraucher selbst in die Pflicht genommen werden und nicht einem ganzen Berufszweig der Todesstoß versetzt werden. Erhebt Eure Stimme gegen diese Pläne – den Kunstwerken im Louvre entzieht man auch nicht ihre Farbe und lässt sie als seelenloses Gerippe hängen.

Die Online-Community Parfumo.de hat eine beispielhafte Aktion ins Leben gerufen, die mit der initiierten Petition „Initiative von Verbraucherinnen und Verbrauchern für den Schutz des Kulturgutes Parfum“ zum Erhalt des Parfums beitragen möchte.

Hierzu sind wir alle aufgerufen: SOS für Parfum!

Gebt der Petition Eure Stimme. Teilt die Petitionsseite mit Euren Freunden, in Foren, in Communities und anderen sozialen Netzwerken. Je mehr Menschen davon erfahren, desto größer ist die Chance auf Erfolg.

Wir, Aus Liebe zum Duft und Beauty Mekka, fordern Verbraucherschutz und Erhalt der Duftvielfalt, deshalb unterstützen wir diese Petition. Und hoffen, dass Ihr es auch tut – bevor es zu spät ist und einige duftende Schätze für immer verschwinden werden.

HIER geht es zur Petition.

Viele liebe Grüße
Eure Evelyn

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Wenn Passion, Leidenschaft und Berufung zusammenfinden und ineinander fließen, dann kann das nur einen einzigen Grund haben: Aus Liebe zum Duft! :-)

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