Digital-Detox

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Unser Alltag entpuppt sich immer öfter als Stressfalle. Burnout ist längst keine Manager-Krankheit mehr, inzwischen weiß man, dass viele verschiedene Faktoren zum Ausbrennen führen können. Und doch – es ist zumeist unser moderner Lebensstil, der Burnout und Stresserkrankungen fördert.

Einer der Hauptgründe ist sicherlich unsere permanente Erreichbarkeit und auch die schwindenden Grenzen zwischen Job und Freizeit. Die Work-Life-Balance hinkt gewaltig, denn gerade das vermeintlich freie Arbeiten oder Home Office Arbeitsplätze sorgen dafür, dass oftmals zwischen Arbeits- und Freizeit keine klare Trennung mehr stattfindet. Und wenn sich dann der Job auch noch anfühlt wie Hobby, dann fällt es umso schwerer abends bewusst Feierabend zu machen oder das Wochenende nicht doch hier und da ein wenig beruflich aktiv zu sein. Egal ob Kollegen-Mails um 22.00 Uhr, Chefanfragen am Sonntagvormittag oder gute kreative Einfälle in der Badewanne, immer gibt es einen Grund „nur eben mal schnell“ aktiv zu werden. Für junge Berufseinsteiger ist es total normal, übers Smartphone ständig erreichbar und auf allen Netzwerken verbandelt zu sein. Die Hierarchien werden immer flacher, Kollegen und Chefs sind oft Freunde. Wo beginnt der Feierabend, wo endet die Arbeit?

Balance finden und diese auch halten, wird immer mehr zur alltäglichen Herausforderung. Die ständige mediale Präsenz fordert ihren Preis.


Photo Credit: Digital Detox Retreat
Copyright ©2011-2013 The Digital Detox

Sind wir dann endlich im Wochenende angekommen, locken Sozial Media, Blogrolls, Instagram und wie sie alle heißen. Mittendrin, statt nur dabei, schließlich will man nichts versäumen und Kontakte wollen gepflegt werden. Durchschnittlich verbringen wir fast 12 Stunden täglich vor Bildschirmen. Das mag dem einen viel erscheinen, der andere freut sich nun und denkt „Soooo viel ist das ja nun gar nicht!“. Wer am PC arbeitet und dann noch seine Freizeit online verbringt, der kommt schnell auf viel mehr Stunden. Und die permanenten Mail-Checks übers Smartphone sind hier wahrscheinlich nicht mitgerechnet.

Und gerade deswegen tun wir gut daran, öfter mal den Stecker ziehen. Einfach so. Von Freitagnachmittag bis Montagmorgen. Dir bricht beim Gedanken daran schon der Schweiß aus, Panik macht sich breit und Du hast keine Idee was Du mit dem Real Life anfangen könntest? Dann ist es definitiv an der Zeit für eine Lektion Digital-Detox!

In den USA boomt übrigens bereits der passende Trend dazu, hier setzen immer mehr Hotels- und Reiseanbieter auf die stetig wachsende Zahl der Digital-Junkies. Für teures Geld darf man dort beim Check-In an der Rezeption sämtliche elektronischen Geräte abgeben und verpflichtet sich selbst zur elektronischen Null-Diät. Ob es gleich solch eine drastische Maßnahme sein muss oder ob wir einfach im Kleinen beginnen und ab heute achtsamer und aufmerksamer mit unserem Digital-Konsum umgehen, bleibt jedem selbst überlassen. Ich persönlich habe vor einigen Wochen ein Wochenende in der Eifel verbracht und – man höre und staune! – es gab dort tatsächlich keinen Handyempfang. Wlan auch nicht. Was mich anfangs ziemlich unruhig machte, stellte sich am Ende der Tage als erholsam und entspannend heraus. War es vor einigen Jahren noch eine erstrebenswerte technische Investition für Hotels, setzen inzwischen einige eher auf den Gegentrend. So gibt es inzwischen allein in der Steiermark 13 Hotels, die Offline-Betriebe sind und das auch bleiben wollen.

Ob freiwillige handyfreie Zeit am Abend oder wenigstens in der Nacht, 4 x am Tag für 30 Minuten oder gleich ein ganzes Wochenende, wie immer gilt, die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Mit Achtsamkeit und dem wirklichen Wunsch nach mehr echter Lebenszeit bewaffnet, können wir beginnen Änderungen herbeizuführen. Wichtig ist, dass man sich bewusst macht, wie abhängig man doch inzwischen von der übermäßigen Netz-Präsenz sein kann und dass, das nicht gesund ist. Viel wichtiger ist es stattdessen wahre Kontakte zu pflegen, schöne Momente mit nur wenigen wichtigen Menschen teilen und öfter mal das Handy zuhause liegen lassen.

Man sieht nur mit dem Herzen gut – nicht mit der Handykamera.

Alle 6 1/2 Minuten schauen wir durchschnittlich auf unser Handy – daraus resultiert eine erschreckende Summe pro Tag! Diesen Wahnsinn sollten wir Stoppen – zumindest zeitweise, dafür aber konsequent!

Wer Gefallen am Thema findet und Lust auf ein Digital Detox Camp und passende Hotel-Pakete bekommen hat oder einfach mehr Infos zum Thema  haben möchte, der wird auf der Seite The digital Detox bestimmt fündig.

Ich bin dann mal im Wochenende, 😉
Eure Evelyn

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Wenn Passion, Leidenschaft und Berufung zusammenfinden und ineinander fließen, dann kann das nur einen einzigen Grund haben: Aus Liebe zum Duft! :-)

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