Parfums de Marly – Galloway

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Wo der Pfeffer wächst oder auch: Hatschi!

So seltsam es auch klingen mag, ich kann mich Galloway, dem neusten Pferd aus dem Stall von Parfums de Marly, nicht nähern, ohne dass bei mir Niessalven einsetzen. Hatschi!

Pfeffer wohin man auch blickt. Und zwar von der Kopfnote bis weit in die Basis hinab. Scharfer Pfeffer, sehr würziger Pfeffer, viel Pfeffer. Das hat sich also ziemlich gepfeffert. Kollege Harmen meinte kürzlich bei seiner Rezension im Dufttagebuch, dass Galloway durchaus auch Damen gut stehen könnte, dem muss ich hier an dieser Stelle jedoch widersprechen. In diesem Fall, lieber Harmen, plädiere ich also für die altmodische Geschlechtertrennung. Für meine Nase geht dieser Duft nur an einem Mann. Aber auch nur dann, wenn er ein ziemlich scharfer Typ ist, ähm, ich will sagen, wenn er auf Pfeffer steht. 😉 Sollte das allerdings nicht der Fall sein, so muss er […] bleiben wo der Pfeffer wächst… 😉

Hatschi!

Erwähnte ich schon die Duftnoten? Pfeffer. Pfeffer. Ach ja – und Pfeffer. 😉 Neee, Spaß beiseite, ganz so wild ist es nicht, da übertreibe ich nun ein klein wenig. Immerhin dürfen auch die zitrisch-herben Hesperidennoten mitspielen. Diese besitzen eine eigentümliche Trockenheit, die so bei Zitrusnoten eher unüblich sind. Hier liegt aber auch der Reiz verborgen. Denn Galloway ist eben kein 08/15 x-beliebiger Hesperidenduft. Iris und Orangenblüte spielen hierbei eine eher untergeordnete Rolle, sorgen nur für die pulverisierte Trockenheit. Wobei das alles wunderbar weich rüberkommt und durchaus schmeichelhaft wirkt. Weichheit gepaart mit einigen wenigen floralholzigen Akkorden, die die Trockenheit zusätzlich betonen. Galloway strahlt, ist jedoch kein lauter oder auffallender Duft. Eher klassisches Understatement, nicht sonderlich innovativ, trotz der Oberdosis an Peffer – Hatschi! – gediegen fast und mit all diesen Eigenschaft sich klar dem Träger unterordnend. Trotzdem – klare Testempfehlung! Alle, die trockene Holz-Akkorde, gepfefferte Männlichkeit, sacht dosierte Hesperidenspritzigkeit und unauffällige Eleganz schätzen, werden Galloway vermutlich verfallen. Auch die überdurchschnittliche Haltbarkeit punktet hier durchaus.

Ich für meinen Teil – Hatschi! – bin hier jetzt raus und ganz froh, dass mein Liebster nicht auf dieses Pferd gesetzt hat. Bei aller Liebe, it’s not really my cup of tea. Ich kann zwar durchaus die fein durchdachte Komposition (besonders für die wärmere Jahreszeit!) loben, aber ich muss ja auch nicht alles lieben, was ich für Euch teste und hier vorstelle… 🙂

Und Ihr, habt Ihr schon getestet oder testen lassen?

Spricht Euch Galloway an?

Ganz viele liebe Grüße
Evelyn

PS: Hatschi! 😉

Den Duft und Proben davon, findet Ihr wie immer direkt im „Aus Liebe zum Duft“ Online-Shop: Klick

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Wenn Passion, Leidenschaft und Berufung zusammenfinden und ineinander fließen, dann kann das nur einen einzigen Grund haben: Aus Liebe zum Duft! :-)

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