April Aromatics – Teil 1

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Herzensangelegenheit

Bei April Aromatics treffen weibliche Intuition und feinstes handwerkliches Können aufeinander. Tanja Bochnig ist April Aromatics und April Aromatics ist – anders als alle anderen. Anders als andere Natur-Parfums und anders als konventionelle Parfums.

Tanja Bochnig gründete April Aromatics zu einer Zeit, als sie noch in den US Staaten lebte. Davor war sie ein international gefragtes Model und während dieser Zeit entwickelte sie auch ihre Leidenschaft für Naturdüfte. Während sie Anfangs die Düfte nur für sich selbst mischte, häuften sich die Anfragen von Kolleginnen und mehr und mehr wuchs in Tanja der Wunsch diesen Weg auch beruflich einzuschlagen. Um ihr Business auf eine solide Basis zu bauen, begann sie sich weiterzubilden, belegte Ausbildungen und wurde nicht müde mehr und mehr dazu zu lernen.

Seit einigen Jahren nun lebt Tanja gemeinsam mit Mann und ihrer bezaubernden Tochter wieder in Berlin. Back to the Roots, wenn man so möchte, vor allem der Tochter zuliebe, die ihre deutschen Wurzeln erfahren und ihre Großeltern kennenlernen, in ihrem Kreis aufwachsen soll. So sah sich Tanja dann zwar mit den Regulierungen der IFRA konfrontiert, anderseits durfte sie hier fast so etwas wie Pionierarbeit leisten und ist heute, die vielleicht bekannteste deutsche Parfumeurin im Naturparfum-Segment. Nicht zuletzt trägt auch der diesjährige grandiose Gewinn des begehrten The Art and Olfaction Awards zu ihrem Bekannt- und Beliebtheitsgrad bei.

Die Kollektion von April Aromatics hebt sich aber nicht nur von der Machart wohlwollend vom Mitbewerb ab. Wo andere oft allzu ätherisch flüchtig und minimal dosiert daherkommen, setzt Tanja auf eine Basis, die durch langlebige, ausdrucksvolle Tiefe punktet und dadurch sehr zum Zauber beiträgt, den ihre Parfums verbreiten. Auch von der oft bei Naturdüften bemängelten „Grobstruktur“ ist bei April Aromatics nichts zu finden. Die Kompositionen wirken einerseits kraftvoll und voller dynamischer Lebendigkeit, anderseits sind sie aber auch feminin und äußerst gefühlvoll arrangiert.


©Tim Walker

Ihr merkt vielleicht schon, ich bin Tanja und ihrer Arbeit außerordentlich zugetan und das nicht erst seit gestern. Im Jahr 2012  hatte ich bereits das überaus große Vergnügen ein sehr spannendes und ausführliches Interview für die Online Community Parfumo mit ihr zu führen. Ihre tollen Parfums kannte ich damals schon und es war wahnsinnig inspirierend einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und einen so offenen Einblick in Tanjas Welt zu erhalten. So wundert es also kaum, dass es  mir riesengroße Freude ist, Euch nun endlich die Kollektion und die neun Düfte vorstellen zu dürfen.

Na, neugierig meine Lieben? 😉 Dann nix wie los, starten wir mit den Düften und meinen Rezensionen dazu!

Liquid Dreams macht den Anfang und passt auch gut als solcher, da der Duft ganz klar den Frühling, das Wachstum der Natur und ihr wieder beginnendes Leben repräsentiert. Der Blick auf die Duftnoten bestätigt eben jenen Eindruck schnell:

Kopfnote: Zitrische Noten
Herznote: Narzisse
Basisnote: Osmanthus

Liquid Dreams sorgt in Sekundenschnelle für entspanntes Wohlbefinden. Die Kopfnote ist feinherb, nicht zu säuerlich, dafür seidenweich und unglaublich satt. Ganz anders, als Zitrusnoten üblicherweise sonst daherkommen. Die Weichheit ist wirklich unbeschreiblich schön, erinnert ein wenig an Sahneeis mit Zitronengeschmack. Cremig, nicht zu süß und wie ein zärtlicher Kuss des Frühlings.

Dieser Eindruck wird schnell verstärkt vom Herzen und den darin wohnenden Blüten-Akkorden. Das unnachahmliche Absolue von Duft-Narzissen ist in der Pyramide aufgeführt, doch dieses allein wird es nicht sein, das diese herrliche grüne Frische herbei zaubert. Vermutlich ist Bitterorange enthalten und vielleicht auch ein wenig Galbanum. Liebliche, zart-fruchtige Nuancen stiftet Osmanthus, dessen Duft stets ein wenig an reife Aprikosen erinnert. Liquid Dreams ist unaufdringlich und untermalt perfekt die Zeit des alljährlichen Aufbruchs der Natur. Ich empfinde diesen Duft als unbedingten Wohlfühlduft, der mich sanft umhüllt, nicht zu üppig parfümiert und doch über den ganzen Tag für mich präsent bleibt. Dieser flüssig gewordene Traum vom Frühling begeistert mit erfrischender Klarheit, gutgelaunter Heiterkeit und die zart-grüne Lässigkeit ist dabei ausdrucksvoller, als man auf den ersten Blick vermuten wollte.

Und genau diese zauberhafte Klarheit ist es wohl auch, die die Macher des neuen Luxus Hotels ZOO in Berlin dazu bewogen hat, Liquid Dreams als Duft-Signatur für ihre eigene Kosmetik-Linie auszuwählen. Schon ab Herbst werden die Produkte dort erhältlich sein und ich bin sehr gespannt was sich daraus noch entwickeln wird.

Rosenlust ist eine Hommage an die Königin der Blumen. Tanja Bochnig ließ es sich während ihrer Ausbildung nicht nehmen und besuchte die Rosenernte in der Türkei und in Indien. Dort wurde sie Zeuge dieser anspruchsvollen Arbeit, erlebte wie aus Blüten, kostbare Essenzen wurden und erfuhr so hautnah, wie viel Arbeit hinter den einzelnen Rohstoffen steckt. Rosenlust darf also auch durchaus als Verneigung dieser Handwerkskunst verstanden werden. Tanja hat hierfür die edelsten und außergewöhnlichsten Rosen aus der ganzen Welt zusammengetragen und zu dieser außergewöhnlichen Komposition vereint.

In der Kopfnote treffen wir auf die Bulgarische Rose, im Herzen auf die Türkische Rose und die reiche Basis fußt auf Rosen aus England und Indien. Rosenlust duftet von Anfang bis zum Ende verführerisch nach – klar, doch, nach Rose. Fruchtige Rose, satt, prall, aber auch frische Charaktereigenschaften wurden herausgearbeitet. In der Kopfnote dominiert noch die fruchtige Seite, die im weiteren Duftverlauf mehr und mehr an Wärme und Tiefgründigkeit gewinnt. Je weiter und inniger Rosenlust mit der Haut eine Liaison eingeht, desto sinnlicher entwickelt sich der Duft. Bleibt Rosenlust auf dem Papierstreifen noch eher eindimensional, ist die Entwicklung auf der Haut eine extrem reizvolle. Die feminine Rose wurde sehr apart und anmutig inszeniert und wird all jene Rosenfans begeistern, die schon lange auf der Suche nach einem echten Rosenduft sind, der unverfälscht und pur, gleichzeitig jedoch auch raffiniert und langanhaltend sein soll. Die feminine Sinnlichkeit der Rose wurde in diesem Rosen-Soliflor einerseits prachtvoll und dicht, gleichsam jedoch auch sehr naturidentisch komponiert.


©Tanja Bochnig

Na meine Lieben, das ist ein toller Einstieg in die Woche und in die Kollektion von April Aromatics, oder? Schon morgen geht es hier weiter, bleibt also alle unbedingt dabei, die Düfte sind es wert, dass Ihr sie kennenlernt!

Herzliche Grüße
Eure Evelyn

Die Düfte und Proben davon, findet Ihr wie immer direkt im „Aus Liebe zum Duft“ Online-Shop: Klick

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Wenn Passion, Leidenschaft und Berufung zusammenfinden und ineinander fließen, dann kann das nur einen einzigen Grund haben: Aus Liebe zum Duft! :-)

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