Hiram Green – Shangri La

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Das Paradies hat einen Namen

Hirman Green ist kein Unbekannter hier bei Beauty Mekka. Bereits sein erster Duft, der wundervolle Moon Bloom hat ziemlichen Eindruck hinterlassen und durfte deshalb natürlich auch in meine Sammlung einziehen. Wer die Rezension nicht kennt, der findet diese hier. By the way – da sehe ich auch gerade, dass es Moon Bloom sogar in meinen Olfaktorischen Jahresrückblick 2013 geschafft hat! Na, kein Wunder also, dass meine Erwartungen hoch und die Neugier groß waren.

Shangri La, so heisst er, der Neue. Über Shangri-La weiß Wikipedia einiges zu berichten:

Shangri-La (auch Shangri-la, Shangrila) ist ein paradiesischer, fiktiver Ort, der im weitesten Sinne im Himalaya, und zwar in Tibet, liegen soll. Der Begriff wurde durch den Schriftsteller James Hilton in die westliche Kulturgeschichte eingeführt. Sein 1933 erschienener Roman Lost Horizon (Der verlorene Horizont, deutsch auch als „Irgendwo in Tibet“ verlegt) beschreibt ein abgelegenes Lama-Kloster am Shangri-Gebirgspass im Himalaya.

Rainbow over Shangrila by AlterEgoPhotography

Rainbow over Shangrila by AlterEgoPhotography

Hiram Green machte sich also daran seine Vision eines paradiesischen Ortes olfaktorisch in Szene zu setzen. Und zwar mit folgenden Duftnoten:

Kopfnote: Zitrische Noten
Herznote: Pfirsich, Jasmin, Rose, Iris, Gewürze
Basisnote: Vetiver, Eichenmoos

Im Pressetext lese ich, dass Hiram mit Shangri La vor allem das Chypre-Genre belegen wollte. Oha. Innerlich zuckte ich schon wieder leicht zusammen, Ihr wisst schon… Und doch, das was hier meiner Proben-Phiole entweicht, ist eine der allerschönsten Kopfnoten, die ich mir vorstellen könnte! Der Auftakt ist intensiv und zitruslastig, dabei saftig, spritzig und energiereich. Fast automatisch blähen sich die Nüstern, mehr davon will man, immer mehr. Kurz, und wirklich nur in den ersten Sekunden, fühle ich mich an einen meiner Lieblinge erinnert, Vero Kerns Mito Eau de Parfum. Die beiden eint die Spritzigkeit, dieses sehr spezielle Gefühl von Up-Lifting, die Laune angehoben bekommen, sich einfach sofort besser zu fühlen. Grandios!

Samtige Pfirsiche, ein wenig rau und weich zugleich, gänzlich ohne Süße, dafür balsamisch und fruchtig, gefühlvoll touchiert von einem Bouquet aus Rosen, Iris und Jasmin. Eine klitzekleine Dosis Tier hat hier definitiv auch ihren Weg in den Flakon gefunden, denn woher sonst sollte dieses *roaaarrrr* Gefühl kommen? Als katzenartig und kraftvoll-feminin empfinde ich dieses Shangri La. Katzenartig und mit alter Seele. Mich macht der Duft total an, hier liebe ich die raue Haut, mit der samtweichen, sanft nach Erde duftenden Seele, mit ihren ledrig-öligen Akzenten darunter. Ist das Chypre? Ja, vielleicht ist es genau das. Aber egal was es ist, ich liebe es. Hiram Green hat es wieder geschafft und mir quasi in den letzten Tagen des Jahres noch ein absolutes Highlight beschert. Dieser Duft schmeichelt mir so sehr, legt eine streichelweiche, seidene Hülle um mich, dass es kaum beschreibbar ist. Dabei ist Shangri La kein klassischer Couch- und Kuschelduft, beileibe nicht! Shangri La ist ein Duft, der zu vielen Lebenslagen passt. Ob zur Arbeit, zum Meeting, Lunch, Theater oder zum erotischen Stelldichein – ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit diesem wundervollen Parfum irgendwann falsch liegen kann. Doch Vorsicht, man könnte hier ganz schnell eine Überdosis auflegen, davon würde ich abraten, Shangri La wirkt besonders intensiv in Minimal-Dosierung. Hier ist weniger ganz deutlich mehr!

Black and Red i by retrodiva88

Black and Red i by retrodiva88

Mich hat er voll und ganz erwischt – mein eigener, mein großer Flakon mit dem nostalgischen Pumpzerstäuber, steht schon hier vor mir, Shangri La ist einer der Düfte, die man einfach sofort haben muss. Nicht irgendwann, nicht nächstes Jahr oder im nächsten Frühling – sofort!

Ladies, den MÜSST Ihr testen, unbedingt und am besten sofort! 🙂

Schwerverliebte Grüße
Eure Evelyn

[Edit: Okay, das mit dem Meeting nehme ich zurück. Mehrfach wurde ich auf meine erotische Ausstrahlung angesprochen… *räusper* Also weg mit dem Meeting. Es sei denn man will ablenken… ;-)]

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Wenn Passion, Leidenschaft und Berufung zusammenfinden und ineinander fließen, dann kann das nur einen einzigen Grund haben: Aus Liebe zum Duft! :-)

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